Schonzeiten, Schonmaße und Verantwortung am Wasser 🎣
Für mich gehört es zu den wichtigsten Grundsätzen des Angelns, sich an die gesetzlichen Vorgaben sowie die jeweiligen Bestimmungen des Gewässers zu halten. Darüber hinaus ist Angeln für mich immer auch eine Frage von Respekt und Verantwortung. Der respektvolle Umgang mit der Natur und ihren Lebewesen steht dabei an erster Stelle.
Mein persönlicher Leitsatz lautet: Kein Lebewesen sollte getötet werden, wenn es nicht auch sinnvoll verwertet werden darf und kann.
Warum gibt es Schonzeiten?
Die Schonzeiten orientieren sich in der Regel an den Laichzeiten der jeweiligen Fischarten. Während dieser Zeit dürfen die betroffenen Fische nicht gezielt befischt oder entnommen werden. Aus meiner Sicht ist das ein wichtiger Beitrag zum Erhalt natürlicher Fischbestände.
Nur wenn die Fische ausreichend Gelegenheit haben, sich fortzupflanzen, kann ein gesunder Nachwuchs heranwachsen. Davon profitieren nicht nur die jeweiligen Fischarten selbst, sondern das gesamte Ökosystem eines Gewässers. Viele Raubfische und andere Wasserbewohner sind auf Jungfische als Nahrungsquelle angewiesen, sodass funktionierende Laichzyklen einen wichtigen Bestandteil des natürlichen Gleichgewichts darstellen.
Warum gibt es Schonmaße?
Auch die Schonmaße verfolgen das Ziel, die natürliche Fortpflanzung der Fischbestände zu sichern. Sie sollen gewährleisten, dass ein Fisch mindestens einmal die Möglichkeit hatte, sich fortzupflanzen, bevor er entnommen werden darf.
In Fachkreisen gibt es immer wieder Diskussionen über alternative Bewirtschaftungsformen, beispielsweise sogenannte Entnahmefenster. Dabei gelten neben Mindestmaßen auch Maximalmaße, um besonders große und erfahrene Laichfische zu schützen. Einige Gewässerbewirtschafter setzen solche Regelungen bereits erfolgreich um.
Auf diese Diskussion möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht näher eingehen. Für mich steht fest: Maßgeblich sind immer die geltenden gesetzlichen Vorschriften und die Regeln des jeweiligen Gewässers.
Verantwortung des Anglers
Wer angelt, übernimmt Verantwortung für ein Stück Natur. Dazu gehört nicht nur der waidgerechte Umgang mit dem Fisch, sondern auch der respektvolle Umgang mit dem Gewässer selbst.
Ein verantwortungsbewusster Angler:
- hält sich an Schonzeiten und Schonmaße,
- beachtet die Gewässerordnung,
- hinterlässt keinen Müll,
- behandelt gefangene Fische respektvoll,
- und trägt dazu bei, die Natur für kommende Generationen zu erhalten.
Informationen zu Schonzeiten und Schonmaßen
Aktuelle Informationen zu den Schonzeiten und Schonmaßen in Bayern finden sich beim https://lfvbayern.de/fischen/angelfischerei/rechtliches/schonzeiten-und-schonmasse-740.html
Die jeweils gültigen gesetzlichen Regelungen sollten zudem immer bei den zuständigen Behörden oder offiziellen Informationsquellen geprüft werden, da sich Vorschriften ändern können.
Wichtig ist außerdem: Die Bestimmungen eines Gewässers können strenger sein als die gesetzlichen Mindestanforderungen. Solche Regelungen sind in der Regel auf dem Erlaubnisschein oder in der Gewässerordnung aufgeführt und müssen selbstverständlich ebenfalls.
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